Schlackeaufbereitung: Eine modernisierte Anlage für mehr Leistung

Seit dem Jahr 2000 ist die Schlackeaufbereitungsanlage in Flörsheim-Wicker (SABA) ein fester Bestandteil der Entsorgungsinfrastruktur in Rhein-Main. Ab dem Frühjahr 2025 wurde die von FES betriebene Anlage vorübergehend stillgelegt und aufwendig modernisiert. So entstand eine deutlich leistungsfähigere Anlage, die noch mehr wertvolle Ressourcen wieder nutzbar macht.

Bei der Verbrennung von Restabfällen entsteht Schlacke – sie macht etwa ein Viertel des Gewichts der ursprünglich eingesetzten Abfallmenge aus und setzt sich überwiegend aus mineralischen Anteilen, wie Sand, Glas oder Keramik, und diversen Metallen zusammen. Die Schlackeaufbereitungsanlage separiert die eisenhaltigen und die Nichteisenmetalle, um sie in den Stoffkreislauf zurückführen zu können. So können Eisen, aber auch Aluminium, Messing und Kupfer wiederverwertet werden. Dieses Urban Mining, der „Abbau“ von Sekundärrohstoffen aus Siedlungsabfällen, leistet einen Beitrag dazu, Deutschland weniger abhängig von Rohstoffen zu machen. Die dann noch verbleibende Schlacke wird am Deponiestandort Flörsheim-Wicker vor allem beim Wegebau und als Abdeckmaterial deponiebautechnisch eingesetzt.

§grafik1§

Bis zu 125 Tonnen pro Stunde bewältigte die SABA in Flörsheim-Wicker im Zweischichtbetrieb, jährlich bis zu 500.000 Tonnen. Es ist wenig verwunderlich, dass dieser Durchsatz Spuren hinterließ – die Fördertechnik war in Teilen verschlissen, das Hallendach erneuerungsbedürftig. Im März 2025 wurde die Anlage stillgelegt, damit eine grundlegende Revision möglich wurde. Bereits seit 2021 waren umfangreiche Prüfungen, Planungen und Bauarbeiten umgesetzt worden.

Zu den Maßnahmen der Erneuerung gehörten auch solche, die die SABA mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele noch leistungsfähiger machen sollten, beispielsweise:

  • Implementierung neuer, kaum fehleranfälliger Steuerungstechnik im Bereich der Schlackeaufbereitung.
  • Einbau einer neuen Absauganlage zur Verringerung der Staubemissionen und Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen für die Mitarbeitenden.
  • Neue Technik zum Gewinnen von Metallen (insbesondere Edelstahl und Verbundwerkstoffe).
  • Tausch von 35 Förderbändern und der zugehörigen Stahlkonstruktion.
  • Kompletter Tausch der Siebtechnik.
  • Drei neue Nichteisenmetall-Trenner zur hochwertigen Abtrennung von Metallen kleiner 4 mm. Dadurch Verbesserung insbesondere bei Korngrößen kleiner 2 mm.

§image1§

Das Ergebnis des Umbaus kann sich sehen lassen: Trotz künftig auf rund 40 Prozent reduzierter Lagerflächen wurde die Leistung wesentlich gesteigert. Der Durchsatz liegt heute bei bis zu 200 Tonnen pro Stunde statt zuvor 125 Tonnen. Die jährliche Kapazität wurde dagegen bewusst reduziert. Obwohl 350.000 Tonnen im Jahr genehmigt wurden, werden am Standort nur 220.000 Tonnen jährlich verarbeitet. Dahinter steht eine klare Strategie: weniger Masse, dafür deutlich bessere Qualität. Denn die neue Technik trennt Material präziser, insbesondere bei Nichteisenmetallen.

§grafik2§

Auch in Sachen Umweltschutz konnte eine Verbesserung erzielt werden. Die moderne Ablufttechnik erfüllt neueste Anforderungen. Darüber hinaus reduziert die vollständige Asphaltierung des Geländes die Staubemissionen spürbar. Insgesamt wurden 10,3 Millionen Euro investiert, um den Standort technisch, organisatorisch und wirtschaftlich neu aufzustellen. Bereits im Herbst 2025 konnte die Anlage wieder vollständig in Betrieb gehen.

§image2§

Förderbänder in der erneuerten Schlackenaufbereitungsanlage in Flörsheim- Wicker
Auch die Fördertechnik wurde komplett erneuert
Staubarme Arbeitsbedingungen in der Schlackenaufbereitungsanlage in Flörsheim-Wicker
Bessere Arbeitsbedingungen durch moderne Entstaubungstechnik
Rohstoffgewinnung durch Aufbereitung von Verbrennungsschlacke in Flörsheim-Wicker
Anteile der Endmaterialien nach der Schlackenaufbereitung in Flösheim-Wicker

VERWENDUNG VON COOKIES: Cookies enthalten eine charakteristische Zeichenfolge, die eine eindeutige Identifizierung des Browsers beim erneuten Aufrufen der Website ermöglicht. Wir nutzen Cookies, um anonymisiert statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktion zu erheben und damit Ihre User-Experience zu verbessern. Bitte stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

Notwendige

Diese Cookies sind für den Betrieb der Seite unbedingt notwendig, denn sie ermöglichen zum Beispiel sicherheitsrelevante Funktionalitäten wie z.B. das Speichern der hier getroffenen Einstellungen. (Rechtsgrundlage: Vertragserfüllung und ggfs. berechtigtes Interesse)

NameCookie Settings
AnbieterEigentümer dieser Website
ZweckSpeichert die Einstellungen des Besucher, die in der Cookie Box ausgewählt wurden.
Datenschutzerklärungauf dieser Website
Cookie Namecookie_settings
Cookie Laufzeit30 Tage

Analyse

Von diesen Cookies profitieren Sie beim Besuch unserer Webseite. Sie erleichtern Ihnen vor allem die Bedienung, zum Beispiel durch personalisierte Inhalte und Angebote. Um unser Angebot für Sie weiter zu verbessern, erfassen wir anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen. Mithilfe dieser Cookies können wir beispielsweise die Besucherzahlen und den Effekt bestimmter Seiten unseres Web-Auftritts ermitteln und unsere Inhalte optimieren. (Rechtsgrundlage: Einwilligung)

NameGoogle Analytics
AnbieterGoogle LLC
ZweckCookie von Google für Website-Analysen. Erzeugt statistische Daten darüber, wie der Besucher die Website nutzt.
Datenschutzerklärunghttps://policies.google.com/privacy
Cookie Name_ga,_gat,_gid
Cookie Laufzeit2 Jahre

externe Medien

Von diesen Cookies profitieren Sie bei der Verwendung externer Medien wie Youtube oder googleMaps auf unserer Seite. Vorgeschaltete Hinweise beim Aufruf externer Medien werden für Sie deaktiviert. (Rechtsgrundlage: Einwilligung)

EinstellungenAuswahl bestätigenAlle auswählennur notwendige