Die Sauberkeit in einer Stadt mit knapp 780.000 Einwohnenden und rund 470.000 Pendlerinnen und Pendlern zu gewährleisten, ist keine kleine Herausforderung. Zu verbessern gibt es dabei immer etwas, zumal sich die Gegebenheiten verändern. So ist es heute etwa viel häufiger als früher üblich, gemeinsam im Freien zu feiern, zu essen und dabei To-go-Verpackungen zu hinterlassen. Im Herbst 2023 haben sich das Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main und Vertreterinnen und Vertreter von FES deshalb erstmals zu einem neuen Projekt an einen Tisch gesetzt. Die Idee: Straßenreinigung und Logistik der Abfallentsorgung werden eng verzahnt, Arbeitsprozesse digital unterstützt und Arbeitsteams in den Stadtteilen tief eingebunden.
Die Umsetzung des umfassenden Pilotprojekts mit dem Namen „StadtsauberkeitPlus“ begann im Bahnhofsviertel: Seit Mai 2024 startet dort jeder Tag mit einer intensiven Grundreinigung. Ein festes Team von FES sorgt auch im weiteren Verlauf des Tages kontinuierlich für geleerte Papierkörbe und die Beseitigung von Vermüllungen. Das Projekt berücksichtigt damit besondere Herausforderungen des Viertels – das Team ist auch vor Ort jederzeit ansprechbar, im Stadtteil bestens vernetzt und steht so für eine direkte, schnelle Kommunikation. Durch die enge Einbindung von Quartiersmanagement, Ortsbeirat und Geschäftsleuten werden Probleme schnell erkannt und behoben. Die längere Verweildauer des Teams bis in die Abendstunden führte schnell zu einer Verbesserung der Situation im belebten Bahnhofsviertel. Inzwischen ist das Konzept eine Erfolgsgeschichte, die nicht mehr nur auf einen Stadtteil beschränkt ist – mit jeweils individuellem Zuschnitt.
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Im Frankfurter Westen (Höchst, Zeilsheim, Nied, Sossenheim, Unterliederbach) waren beispielsweise wilde Ablagerungen ein großes Thema. Seit Januar 2025 fährt dort täglich ein Fahrzeug durch das Stadtgebiet und beseitigt jeden Monat rund 470 kleine und große Ablagerungen, schnell und routiniert. So verschwindet nicht nur das unschöne Erscheinungsbild durch kleinere oder größere Abfallablagerungen, sondern es werden auch Gefahren für Mensch und Umwelt so rasch wie möglich eliminiert. Mit erfreulichem Ergebnis: Die Anzahl der Beschwerden zu wilden Müllablagerungen im Frankfurter Westen ging bereits nach den ersten vier Monaten um rund 90 Prozent zurück.
Im August 2025 kam die Innenstadt hinzu. Drei zusätzliche Mitarbeitende von FES kümmern sich hier um wilde Ablagerungen, Vermüllung durch To-go-Verpackungen und volle Papierkörbe. Sie behalten damit Gebiete im Blick, die besonders häufig auch von City-Besucherinnen und Besuchern frequentiert werden, wie Opernplatz, Freßgass, Römerberg, Neue Altstadt, aber auch den Anlagenring bis zum Mainufer. Auch diese Mitarbeiter sind immer ansprechbar und wie im Bahnhofsviertel im Stadtteil gut vernetzt. Ein „Kümmerer“ ist über eine eigene Telefonnummer erreichbar und kann so kurzfristig für eine Reinigung an den gemeldeten Stellen sorgen. Bei Bedarf kann sogar ein Wasserwagen angefordert werden, der zeitnah eine Nassreinigung vornimmt. Die drei Mitarbeiter im Dienst von Stadtsauberkeit Plus vernetzen sich auch mit dem bestehenden Spätdienst und unterstützen bei der Beseitigung von wilden Ablagerungen.
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So ist „StadtsauberkeitPlus“ genau auf die unterschiedlichen Anforderungen vor Ort abgestimmt. In allen drei Einsatzgebieten gelang die enge Verzahnung zwischen Straßenreinigung und Abfall-Logistik, eine digitale Unterstützung der Arbeitsprozesse und eine enge Einbindung der Teams in die Stadtgebiete. Das positive Echo der Bürgerinnen und Bürger, eingefangen in einer Online-Umfrage, bestätigt den eingeschlagenen Weg. Eine weitere Ausweitung von „StadtsauberkeitPlus“ ist daher in Zukunft gut vorstellbar.
Das Projekt StadtsauberkeitPlus im Überblick:
- Start: Mai 2024 im Bahnhofsviertel
- Zentrale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner koordinieren die Arbeit von FES und wirken als Multiplikatoren gegenüber Bevölkerung, Ämtern, Politik und Gewerbe
- Die Einsätze sind schnell und reagieren auf typische Herausforderungen im Stadtteil
- Das Ziel: orts- und situationsbezogen handeln sowie Präsenz und Servicegeschwindigkeit erhöhen
- Anfang 2025 (westliche Stadtteile) und Mitte 2025 (Innenstadt) wird das Projekt ausgeweitet
- Umfragen bestätigen die Zufriedenheit der Anwohnenden und Gewerbetreibenden – weitere Stadtteile können folgen





